Institut Ramon LLull

Katalanisches Kunstschaffen weltweit: mehr als 50 Kreative bei führenden Festivals, Biennalen und Kunstzentren

07/09/2026

Die Manifesta 16 Ruhr, die Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon und das International Center of Photography in New York präsentieren 2026 katalanische Akteure aus den Bereichen Kunst, Architektur, Design und Kuration – unterstützt durch das IRL-Förderprogramm für internationale Programmgestaltung in den Sparten Bildende Kunst, Design und Architektur




Das Institut Ramon Llull (IRL) stärkt die internationale Präsenz der katalanischen Kulturszene, indem es die Teilnahme von mehr als 50 Kulturschaffenden aus den Bereichen Bildende Kunst, Design und Architektur an 36 international renommierten Festivals, Biennalen, Museen und Kunstzentren in 12 Ländern unterstützt. Diese Förderung erfolgt im Rahmen der Ausschreibung für internationale Programmgestaltung in den Bereichen Bildende Kunst, Design und Architektur, deren Budget 2026 auf 420.000 Euro aufgestockt wird – 80.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Die 2024 ins Leben gerufene Ausschreibung setzt damit ihren Wachstumskurs sowohl hinsichtlich der Anzahl der eingegangenen Anträge als auch der Relevanz der teilnehmenden Institutionen fort. In dieser dritten Förderrunde sind 42 Anträge eingegangen und 36 Förderungen vergeben worden, die internationalen Programmen von 16 Festivals, 5 Biennalen und 15 Kultureinrichtungen zugutekommen.

Zu den bedeutendsten Projekten im Jahr 2026 zählt die katalanische Beteiligung an der Manifesta 16 Ruhr, einer der wichtigsten europäischen Kultur-Biennalen. Diese wird in ihrer aktuellen Ausgabe unter dem Motto This is not a church von dem katalanischen Architekten Josep Bohigas kuratiert und präsentiert Werke von Cabosanroque, Curro Claret, Llorenç Barber und Penique productions. Ebenso hervorzuheben ist die Präsenz von Lúa Coderch, Núria Güell, Laia Estruch und Luz Broto auf der 18. Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon, der großen Plattform für Gegenwartskunst in Frankreich.

Im Bereich Fotografie präsentiert das International Center of Photography in New York im kommenden Herbst die Ausstellung On Rape von Laia Abril. Es handelt sich um die erste Präsentation dieses Projekts, das Teil der Serie A History of Misogyny ist, in den USA. Die katalanische Fotografie wird zudem mit Programmen, die Kunstschaffenden wie Joan Fontcuberta, Joan Alvado, Anna Jornet, Natasha Christia, Manuel Outumuro und Txema Salvans gewidmet sind, auf Festivals und in renommierten Kulturzentren im Vereinigten Königreich, in Frankreich und Portugal vertreten sein.

Auch die digitale Kultur Kataloniens baut ihre internationale Präsenz weiter aus: auf der Ars Electronica in Österreich und beim Festival Internacional de la Imagen in Kolumbien, zwei der renommiertesten Veranstaltungen in diesem Bereich. Das IRL unterstützt die Teilnahme von Kunstschaffenden und Kollektiven wie Domestic Data Streamers, Playmodes, Taller Estampa, Lolo & Sosaku, Mónica Rikić und Laura Clos „Closca“ an verschiedenen europäischen Festivals mit Schwerpunkt auf Kunst, Technologie und Künstlicher Intelligenz.

Im Bereich der Architektur sticht Emotional Heritage hervor, die erste monografische Ausstellung des in Barcelona ansässigen Studios Flores & Prats in Frankreich. Die Ausstellung, die bis Januar 2027 im Architekturzentrum arc en rêve in Bordeaux zu sehen ist, bietet einen retrospektiven Blick auf das Schaffen des Studios und dessen Verständnis von baukulturellem Erbe als lebendigem Raum der Erinnerung und Emotionen.

Weitere herausragende geförderte Institutionen im Bereich der internationalen bildenden Kunst sind die Biennale Gherdëina (Italien), die Contour Biennale (Belgien), das Festival d’Automne à Paris (Frankreich) sowie renommierte Einrichtungen wie die Galeria Municipal do Porto (Portugal), das Museum Haus Konstruktiv oder die Kunsthalle Basel (Schweiz).

Frankreich festigt seine Position als wichtigstes Zielland für die vom IRL geförderten Projekte mit insgesamt elf Programmen, gefolgt von Italien und der Schweiz mit sechs beziehungsweise vier Programmen. Diese verstärkte Präsenz in einigen der weltweit bedeutendsten Zentren für zeitgenössisches Kunstschaffen bestätigt das wachsende internationale Interesse an der katalanischen Kultur und trägt dazu bei, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, professionelle Netzwerke auszubauen und ihre Präsenz im internationalen Kunstbetrieb weiter auszubauen.

Von der Ausschreibung profitieren Kunst- und Kulturschaffende verschiedener Generationen und Disziplinen, darunter bekannte Namen wie Lydia Ourahmane, Albert Serra, Eva Fàbregas, Franc Aleu, Joan Pallé, Dora García, Anna Moreno, Antoni Miralda, Antoni Muntadas, Eulàlia Rovira, Carlos Casas, Daniel Steegmann Mangrané, Jordi Antas, Àngels Miralda, Francesc Ruiz und Claudia Pagès Rabal.

Hauptquartier Av. Diagonal 373, 08008 Barcelona
T. +34 93 467 8000
info@llull.cat

Opening times: 8h- 15h, MON-FRI
Registry office: 9h-14h, MON-FRI