Institut Ramon LLull

Rund vierzig katalanische Zirkusproduktionen sind im Rahmen des Programms MERIDIAN(s) auf Festivals in Deutschland vertreten

29/05/2026

Das Programm stärkt die Verbindungen zwischen Katalonien und Deutschland durch Programmbeiträge, Residenzen und wechselseitigen beruflichen Austausch. Es ist Teil der Initiative CirC – Catalan Circus International Rings des Zweiten Förderplans für den Zirkus in Katalonien 2023–2026, der vom Kulturministerium der katalanischen Regierung (Generalitat) und dem Verband der Zirkusschaffenden Kataloniens (APCC) getragen wird




Das Programm MERIDIAN(s) richtet seine Aktivitäten in diesem Jahr auf Deutschland aus und sorgt mit einer starken Präsenz des katalanischen Zirkus für dessen Sichtbarkeit im Jahr 2026, während gleichzeitig die Zusammenarbeit beider Länder im Zirkusbereich gestärkt wird.

So werden im Laufe des Jahres rund 40 künstlerische Produktionen auf zwölf Festivals in Deutschland gastieren und die Vielfalt und Dynamik des katalanischen Zirkus zum Ausdruck bringen. Diese Präsenz wird in unterschiedlichen Formaten umgesetzt, darunter Aufführungen, Künstlerresidenzen, Pitching-Sessions, ein Kreativlabor sowie Fachveranstaltungen, die Räume für Begegnung und Austausch zwischen den Kulturschaffenden beider Länder schaffen sollen.

Das Programm, das im vergangenen Jahr seinen Schwerpunkt auf Portugal legte, wird vom Verband der Zirkusschaffenden Kataloniens (Associació de Professionals de Circ de Catalunya, APCC) koordiniert und vom Institut Ramon Llull (IRL) sowie dem Katalanischen Institut für Kulturunternehmen (Institut Català de les Empreses Culturals, ICEC) unterstützt.

Meridian(s) ist Teil der Initiative CirC – Catalan Circus International Rings des Zweiten Förderplans für den Zirkus in Katalonien 2023–2026 (II. Pla d’impuls del circ de Catalunya 2023–2026), die darauf abzielt, die internationale Reichweite des katalanischen Zirkus auszubauen und nachhaltige internationale Beziehungen zu fördern.

Bereits im Mai dieses Jahres verzeichneten das CircusDanceFestival (Köln, 21.–24. Mai) und das Festival Bildstörung (Detmold, 22.–26. Mai) eine starke Beteiligung katalanischer Kompanien und Fachleute. In Köln waren Diana Gadish, Cia. La Churry, Cia. Express, Cia Otra Vez Lunes, Angel Duran Performing Arts und Nuria Luna Llena zu sehen. Beim Festival in Detmold traten Eléctrico 28, Los Galindos, Los Informalls und Joan Català auf.

Zu den weiteren Festivals im Rahmen von MERIDIAN(s) zählen tête-à-tête (Rastatt, 3.–7. Juni) mit den Kompanien Balagans, If Circus, Melic, Pau Palaus, Roi Borrallas, Señor Stets und Circ Pànic, das internationale Straßentheaterfestival ViaThea (Görlitz, 2.–4. Juli) mit Manolo Alcántara, das Berlin Circus Festival (Berlin, 5.–16. August), das städteübergreifende Straßentheaterfestival Von Nord nach West (Bremen, Osnabrück, Mülheim an der Ruhr, Löhne, Arnsberg, Lingen, Dinslaken und Troisdorf, 30. Juni–31. Juli) mit der Tournee der Produktion von Espectacle Cia. Express sowie at.tension (Larz, 3.–6. September) und Atoll (Karlsruhe, 17.–27. September). Bei der Gastspielreihe PLAY im Chamäleon Berlin (Januar und Februar) gastierte Zed Zanzu.

Was den Austausch in umgekehrter Richtung anbelangt, so werden n diesem Jahr Kuratoren und Festivalverantwortliche aus Deutschland verschiedene Festivals und Fachmessen in Katalonien besuchen. Auf der Fira Trapezi (Reus, 13.–17. Mai) waren Vertreter des Festivals Atoll, des Chamäleon Berlin, des Berlin Circus Festival sowie der Online-Plattform Zirkus Plus zu Gast. Zudem ist die Teilnahme mehrerer deutscher Branchenvertreter an der FiraTàrrega geplant, von denen einige das Festival zum ersten Mal besuchen werden.

Unabhängig von dieser Initiative werden in diesem Jahr auch weitere deutsche Zirkusfestivals katalanische Produktionen präsentieren: Alles Muss Raus (Kaiserslautern, 18.–20. Juli) mit Auftritten von Leandre Clown und Cia. Vero Cendoya sowie das internationale Straßentheaterfest boulevArt (Wismar, 31. Juli–2. August) mit Adrian Schvarzstein und Eléctrico 28.

Obwohl MERIDIAN(s) als zeitlich begrenztes Projekt angelegt ist, verfolgt es das Ziel, langfristige Beziehungen aufzubauen und einen dynamischen Austausch sowie die Vernetzung zwischen dem katalanischen und dem deutschen Zirkussektor weit über das Jahr 2026 hinaus zu fördern.

Zweiter Förderplan für den Zirkus 2023–2026

Der Zweite Förderplan für den Zirkus in Katalonien 2023–2026 ist eine Initiative des Kulturministeriums der katalanischen Regierung (Departament de Cultura) und des Verbands der Zirkusschaffenden Kataloniens (Associació de Professionals del Circ de Catalunya, APCC). Er wird in Zusammenarbeit mit dem Institut Ramon Llull, dem Ateneu Popular 9 Barris, dem Centre de les Arts del Circ Rogelio Rivel, Encirca’t, dem Verband für Zirkusausbildung in Katalonien (Associació de Formació de Circ de Catalunya, AFOCC), der Fira Trapezi der Stadt Reus, La Central del Circ, dem Mercat de les Flors sowie mit Unterstützung zahlreicher Gemeinden, Einrichtungen und Theaterbetriebe in Katalonien umgesetzt.

Dieser Förderplan umfasst 14 spezifische Maßnahmen, die darauf abzielen, Kreation, Produktion und Verbreitung zu stärken, Aufführungsnetzwerke zu schaffen und die Präsenz des Zirkus in seiner gesamten Vielfalt in ganz Katalonien zu gewährleisten. Zudem sollen die Unternehmen des Sektors gefestigt, Forschung und Innovation angeregt sowie die soziale, transformative, bildende und kommunikative Wirkung des Zirkus gefördert werden.

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