Institut Ramon LLull

Pol Guasch, Lucía Aldao und Eva Pérez-Pons nehmen an der fünften Weidener Werkstatt für Poesieübersetzung teil

Weiden, 18/10/2021

Vom 21. bis 24. Oktober findet in Weiden die Fünfte Weidener Werkstatt für Poesieübersetzung statt. Die seit 2017 jährlich stattfindende Übersetzungswerkstatt hat es sich zur Aufgabe gemacht, moderne Dichtung in baskischer, galicischer und katalanischer Sprache in anderen Sprachräumen bekannt zu machen. 2021 nehmen Lucía Aldao, Pol Guasch und Eva Perez-Pons teil und stellen Auszüge aus ihren Werken vor. Die präsentierten Gedichte werden anschließend zusammen mit Übersetzer·innen aus Italien, Deutschland, Kroatien und Spanien in verschiedene europäische Sprachen, darunter auch Deutsch, übersetzt.




Die Werkstatt wird von der Professur für Iberoromanische Sprach- und Übersetzungswissenschaft vom Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig organisiert und in diesem Jahr vom katalanischen Kulturinstitut Instiutut Ramon Llull, dem baskischen Kulturinstitut Etxepare und der Marià-Villangómez-Gastprofessur für Katalanische Studien der Universität Leipzig unterstützt.

Pol Guasch hat sein Werk auf internationalen Festivals in verschiedenen Ländern Europas vorgestellt. Er ist Autor des Poesiebands Tanta gana (LaBreu, 2018, Francesc-Garriga-Preis 2018) und La part del foc (Viena, 2021, López-Picó-Preis 2020). Im Januar 2021 wurde er für seinen Roman Napalm al cor mit dem Anagrama-Preis für katalanischsprachige Romane ausgezeichnet.

Die baskische Dichterin und Pazifistin Eva Perez-Pons Andrade arbeitet regelmäßig in der Onlinezeitschrift Klitto! mit und engagiert sich für die Belange der LGTB+-Gemeinschaft. 2020 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband Zaharkitze programatua (Erein), der mit dem Preis des 12. Poesiewettbewerbes Blas de Otero ausgezeichnet wurde. Die Autorin selbst definiert diese Arbeit als eine Übung in Ehrlichkeit. Im Rahmen der Fünften Weidener Werkstatt für Poesieübersetzung wird sie Gedichte aus diesem Band vorstellen, die in besonderer Form die dort behandelte Aspekte repräsentieren: der Körper und seine Verletzlichkeit, die Konflikte mit dem hetero-produktiven System, die Erotik zwischen Körpern und die Erotik des eigenen Körpers.

Lucía Aldao experimentiert seit ihrer Jugend mit Dichtung in ihrer Muttersprache Galicisch, und seither hat sie mit großem Erfolg in verschiedenen Bereichen die Möglichkeiten poetischer Sprache herausgefordert. Neben der Dichtung hat sie großen Erfolg als Sängerin, „mutierende“ Gitarristin, Schriftstellerin und Kulturaktivistin. Seit ihren ersten Schritten in der Poesie hat sie in verschiedensten Formaten immer wieder mit anderen Dichter·innen und Künstler·innen zusammengearbeitet. 2011 war sie Mitbegründerin der Gruppe Poetas da hostia, die seit 2011 und inspiriert von den mittelalterlichen Dichterwettspielen in slams über die Poesie mit dem Publikum interagiert. Seit 2015 arbeitet sie in dem poetisch-humoristisch-musikalischen Projekt Aldaolado; 2018 veröffentlichte sie ihren ersten eigenen Gedichtband, Todo isto antes era noite (Apiario). Die vielseitige Dichterin ist Moderatorin der Galaveranstaltungen Acústica de Mujeres und Poesía y Ciencia, geht in Musikprojekten wie alDDao neue Wege der Poesie, hat als Jurorin an der Vergabe wichtiger literarischer Preise mitgewirkt und ist häufiger Gast in Radiosendungen. Lucía Aldao ist damit eine besonders vielschichtige Dichterin, die das Experimentieren mit poetischer Sprache zum Zentrum ihrer Arbeit gemacht hat.

Die teilnehmenden Übersetzer:innen sind Eduard Bartoll Teixidor, Elisenda Bernal, Martí Freixas Cardona, Marcello Giugliano, Sheila Gondar Tubío, Constanze Gräsche, Unai Lauzirika, Amaia Orbe Barrio, Carsten Sinner, und Nikola Vuletić.

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