Institut Ramon LLull

Who’s afraid of Raimunda? von Josep Caballero García ist nun als Film online verfügbar

Kunst.  On line , 09/04/2021

„Queer is not a label for me. It is my artistic as well as my life practice.“ schreibt Caballero García auf seiner Website. Ein Einblick in die Queerness als seine künstlerische Praxis ist nun mit der Veröffentlichung der Filmreihe „Who’s afraif of Raimunda“ für alle kostenfrei möglich.




In seinen Arbeiten setzt sich der Choreograf und Performer Josep Caballero García für die Auflösung normativer Kategorisierungen und Stigmatisierungen in homogenen Gesellschaften ein. So greift „Who’s afraid of Raimunda“ auf literarische und musikalische Versatzstücke des Mittelalters von der iberischen Halbinsel zurück, welche dem hedonistischen Wunsch nach einem sowohl religiösen als auch sexuell freien Leben nachgehen. Aber wer ist Raimunda? Für Josep Caballero García verkörpert sie den lustvollen Widerstand gegen repressive Macht- und Ausgrenzungsmechanismen. In dieser Arbeit sind alle Raimunda. Die Performer*innen bewegen sich spielerisch zwischen Historie und Fiktion, zwischen Fakt und Utopie und rekonfigurieren die tradierten Bilder und Rollen unserer kulturellen Körper.

„Who’s afraid of Raimunda“ ist die zweite Arbeit von Josep Caballero García und seiner Kompanie Queerpraxis. Sie wurde im Rahmen des durch den Fonds Doppelpass geförderten zweijährigen Kooperationsprojekts „Queere Kreuzzüge“ mit den Häusern Kampnagel in Hamburg und dem Theater Lüneburg produziert. Dem Leitgedanken des Fonds Doppelpass folgend setzt sich die Kompanie Queerpraxis dabei mit zwei grundverschiedenen Theater- und Programmstrukturen auseinander sowie mit unterschiedlichen Publikumserwartungen und -erfahrungen rund um das Thema Queerness.

Für Josep Caballero García und seine Kompanie Queerpraxis ist Queerness eine künstlerische, choreografische Praxis, um sowohl binäre Geschlechterordnungen als auch Identitäts- und Wissensnormierungen zu überschreiben. Seine Arbeiten sprechen sich bereits seit vielen Jahren für die Erfahrung von Uneindeutigkeit aus und entstehen aus dem Wunsch heraus, kulturelle Räume für queere Praktiken zu schaffen. Dabei arbeitet er stets genreübergreifend. Die erste Arbeit dieses zweijährigen Projekts war „Melancholía“, in dem der katalanische Choreograf Tanz mit Slam Poetry, Musikkomposition, Operngesang, Raum- und Lichtkonzepten vereinte.

In dem neuen Film haben sich Josep Caballero Garcìa und sein Team entschieden, die unzähligen historischen RAIMUNDAS, die ihnen im Arbeitsprozess begegnet sind filmisch zu portraitieren.

Der Film, welcher aus drei Episoden besteht, ist nun bis zum 4. Juli kostenfrei verfügbar unter https://www.theater-lueneburg.de/stuecke/whos-afraid-of-raimunda/

 

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