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Ko Tazawa, Universitätsprofessor und Übersetzer, wird mit dem 29. Premi Internacional Ramon Llull de Catalanística i a la Diversitat Cultural (Internationaler Preis Ramon Lllull der Katalanistik und kulturellen Vielfalt) ausgezeichnet

Barcelona,  25/12/2019

Die Jury des Internationalen Preises Ramon Llull hat einstimmig beschlossen, diese Auszeichnung in der Kategorie für Katalanistik und kulturelle Vielfalt an Ko Tazawa zu verleihen, Universitätsprofessor an der Fakultät für interkulturelle Studien der Universität von Hosei, Übersetzer katalanischer Autoren ins Japanische,  Übersetzer von Yukio Mishima ins Katalanische und Wegbereiter des Studiums der Katalanistik in Japan. Die Jury hat insbesondere seine Arbeit als Ausbilder von Katalanistik-Experten in Japan gewürdigt.




Die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich gemeinsam von den Stiftungen Fundació Ramon Llull und Fundació Congrés de Cultura Catalana verliehen. Ziel dieser Würdigung ist die Beurteilung des in jeglicher  Sprache geschriebenen, individuellen Gesamtwerks einer Person außerhalb des katalanischen Sprachgebiets, das ein außerordentliches Wissen der katalanischen historischen und kulturellen Realität unter Beweis stellt, oder eines theoretischen oder praktischen Beitrags einer Person jeglichen Landes, die einen  erheblichen Beitrag zum Verständnis und zur Anerkennung, Förderung oder Verteidigung einer oder mehrerer Kulturen oder Nationen ohne Staat oder der kulturellen Vielfalt als universellen Wert geleistet hat.  

In diesem Jahr bestand die Jury aus Miquel Strubell, Jaume Subirana, Carme Junyent und Margalida Pons, vonseiten der Stiftung Fundació Congrés de Cultura Catalana, und aus Vicenç Villatoro, Teresa Cabré, Maria Josep Cuenca und Jordi Ginebra vonseiten der Stiftung Fundació Ramon Llull.

Die Preisträger der letzten Ausgaben waren Christer Laurén (2018), Jon Landaburu (2017), Kathryn Woolard (2016), Philip D. Rasico (2015), Juan Carlos Moreno Cabrera (2014), Max Wheeler (2013), Georg Kremnitz (2012), Malika Ahmed (2010), Denise Boyer (2009), Michael van Walt van Praag (2008), Alan Yates (2007), Tilbert Stegmann (2006), Paul Preston (2005) und Giuseppe Tavani (2004).

 

Ko Tazawa

Ko Tazawa (Yokohama, Japan, 1953) hat 1986 an der Universität von Osaka seinen Doktortitel in Hispanistik und 1999 an der Universität Barcelona den Doktor in katalanischer Sprachwissenschaft erhalten. Er ist Universitätsprofessor an der Fakultät für interkulturelle Studien der Universität von Hosei, Tokio. Von 2006 bis 2007 forschte er als Gastwissenschaftler an der Dublin City University in Dublin, Irland.

Er hat Camí de sirga (1990), La pell freda von Albert Sánchez Piñol und eine Anthologie mit Erzählungen von Quim Monzó, Montserrat Roig, Joan Perucho, Sergi Pàmies, Manuel de Pedrolo, unter anderen, ins Japanische übersetzt. 2007 veröffentlichte er die vollständige Version von Tirant lo blanc  beim Verlag Iwanami, einem der prestigereichsten Verlagshäuser für die Herausgabe von Werken der Weltliteratur in Japan. Die Veröffentlichung, die vom Institut Ramon Llull unterstützt wurde, fand in demselben Jahr statt, in dem die katalanische Kultur Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse war. Die Übersetzung dieses Werkes ist ein Meilenstein in seiner Laufbahn als Katalanophile. Darüber hinaus zeichnet er auch für die katalanische Version von La remor de les onades von Yukio Mishima in Zusammenarbeit mit Josep Pijoan (2008) verantwortlich.

Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer ist Ko Tazawa Autor verschiedener akademischer Werke auf Japanisch und Katalanisch, wie Introducció a la gramàtica catalana, Diccionari català-japonès, Diccionari japonès-català. Er hat einige populärwissenschaftliche Werke veröffentlicht, darunter sind besonders Catalunya i un japonès (La Campana), Cartes a Yu i Kei (La Campana), En Yu i en Kei tornen al Japó (La Galera) und Cuina japonesa a Catalunya (Columna) hervorzuheben.

Er arbeitet darüber hinaus mit der Tageszeitung Ara zusammen. 2003 wurde er mit dem 'Creu de Sant Jordi' und 2009 vom Auswärtigen Amt der japanischen Regierung für seine Brückenfunktion zwischen Japan und Katalonien ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Verbands Associació d’Escriptors en Llengua Catalana (AELC) (Verband der Autoren in katalanischer Sprache) ernannt.

 

Ko Tazawa (Yokohama, Japan, 1953) hat 1986 an der Universität von Osaka seinen Doktortitel in Hispanistik und 1999 an der Universität Barcelona den Doktor in katalanischer Sprachwissenschaft erhalten.

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