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Drei katalanische Künstler nehmen an der Kurzfilmreihe „Technologien der Gewalt“ beim Arsenal Kino teil

Berlin,  31/05/2018

Maria Morata und Piedad Solans kuratieren das Projekt Technologien der Gewalt, das vom 16. bis zum 31. Mai beim Kino Arsenal in Berlin sein wird. Es wird vom Institut Ramon Llull mit unterstützt.




Das Projekt Technologien der Gewalt war bereits 2016 im Centre d’Arts Santa Mònica in Barcelona. Damals wurde es bereits von Maria Morata und Piedad Solans kuratiert und bestand aus einer Ausstellung, audiovisuellen Projektionen und Workshops. Diesmal schließt das Projekt eine Reihe von fünf Kurzfilmprogrammen ein. Dabei nehmen sich die Kuratorinnen vor, über die Beziehung zwischen den Künsten, den digitalen Technologien und der zeitgenössischen Produktion von Gewalt kritisch zu reflektieren. Die ausgewählten Werke sind ein ästhetischer und investigativer Ausgangspunkt, um über die Paradoxien der Technosphäre nachzudenken: Das digitale Bild zwischen Transparenz und Unsichtbarkeit, zwischen Kontrolle und Optimierung, zwischen Utopie und Dystopie. Unter den Filmen gibt es drei Werke von den katalanischen Künstlern: Isabel Rocamora, Joan Leandre und Alícia Framis.

Alicia Framis (Barcelona, 1967) präsentiert „Secret Strikes. Rabobank“, ein Werk aus dem Jahr 2004, das darüber handelt, wie Maschinen den absoluten Kollaps in Bereichen wie dem Finanzsektor oder den Informationstechnologien auslösen können, wenn sie nicht mehr funktionieren können, weil sie die dafür notwenige Energie aufgebraucht haben.

Isabel Rocamora (Barcelona, 1968) präsentiert ihre Arbeit „Body of War“ aus dem Jahr 2010. Das Werk ist eine Reflektion darüber, wie ein Mann durch die ständige Wiederholung von Gewaltakten zum Soldaten wird.

Joan Leandre (Barcelona, 1968) präsentiert „In the Name of Nernel Series. Magic Line“, eine virtuelle Collage aus dem Jahr 2010, die animierte Welten und temporäre, räumliche und humane Leeren der Orientierung rekonstruiert.

Maria Morata verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Bereich des Kinos und der Videokunst. Sie hat bereits verschiedene Projekte in Arsenal kuratiert wie 2017 HARDfilms: Píxels y celuloideK, 2008 Publicprivat: Spaces, 2009 ImagenMusicaMagia oder 2014 EXPOSED: Autorretratos de Mujeres. Seit 2009 ist sie Mitglied der Auswahlkomission der Berlinale Shorts. Außerdem war sie von 2008 bis 2010 Dozentin an der Universität Potsdam und hat an der renommierten Universität der Künste in Berlin – wo sie auch studierte – von 2007 bis 2015 Kurse gegeben.

Piedad Solans ist eine Akademikerin, Kritikerin und unabhängige Kuratorin, die in Berlin und Mallorca lebt. Sie ist Doktorin der Kunstgeschichte und hat als Dozentin an verschiedenen Universitäten gearbeitet; zum Beispiel an l’École de Louvre, La Sorbonne, Universidad Menéndez Pelayo oder Universidad Complutense de Madrid. Sie hat eine große Erfahrung als Kuratorin und hat Ausstellungen wie Marina Abramovic. In Between (FPJMiró, Mallorca) oder Arquitecturas excéntricas (KMK, 2002) organisiert.

Arsenal_Institut für Film und Videokunst e.V existiert an sich seit 2008. Die Kernidee entstand aber schon im Jahre 1963, als der Verein „Freunde der Deutschen Kinemathek“ gegründet wurde. Dieser Verein nahm sich vor, Filme aus verschiedenen Archiven zugänglich zu machen, um die Geschichte des Kinos zu beleben und zu bewahren. Nachdem das Projekt in verschiedenen Räumen gewesen war, kam es 2000 ins Filmhaus am Potsdamer Platz. Erst im Jahre 2008 wurde der Verein als Arsenal_Institut für Film und Videokunst e.V. bekannt.

Gegenwärtig widmet sich der Verein der Kuratierung und Entwicklung internationalen Kinos und Videokunst. Das Kino besteht aus zwei Sälen, Arsenal 1 und Arsenal 2, in denen fast täglich Filme gezeigt werden. Außerdem stellen sie ihre Räumlichkeiten für zwei verschiedene Foren zum Thema zeitgenössisches und experimentelles Kino zur Verfügung: Forum Berlinale und Forum Expanded. Der Verein besitzt auch Filme, die man ausleihen kann (arsenal distribution) und verfügt über eine große Sammlung von avantgardistischem, unabhängigem und experimentellem Kino.

Die Kuratorinnen nehmen sich vor, über die Beziehung zwischen den Künsten, den digitalen Technologien und der zeitgenössischen Produktion von Gewalt kritisch zu reflektieren.

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