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Josep Maria Porta Missé: Anthologie meiner Zeichnungen

Berlin,  28/01/2013

Nach der Ausstellung in Zehdenick zeigt jetzt das Instituto Cervantes-Berlin eine breite Auswahl der Werke des katalanischen Künstlers. 




Josep Maria Porta Missé (1927, Barcelona) kann als Autodidakt bezeichnet werden. 1940 entdeckte er die Welt des Salvador Dalí und wendete sich auf Mallorca, einer Künstlerinsel, endgültig der Welt des Surrealismus zu. Ihn faszinierte die Unterwasserwelt mit ihrem kräftigen Grüntönen und leuchtendem Blau. In ihr lässt er insektenartige Lebewesen fliegen. 

1964 zog er nach Madrid, widmete sich weiterhin der Tierwelt und schaffte eine Serie von Schmetterlingsgemälden. Weitere Lebensstationen waren Paris und vor allem London, wo er zu einem scharfsinnigen Beobachter der Charaktere der damaligen Zeit wurde. 

Der Mensch rückte ins Zentrum seiner Arbeiten, die nun stärker vom Realen als vom Surrealen geprägt sind. 1977 reiste Porta Missé nach Berlin und besuchte die Ausstellung "Vom Konstruktivismus zur konkreten Kunst". Stark davon beeindruckt, macht er sich daraufhin die radikale Reduktion auf einfache geometrische Formen zu Eigen. Der Mensch aber blieb Mittelpunkt seiner Bilder. 

Porta Missé kehrte 1978 nach Barcelona zurück, wo er nach Francos Tod seine surrealistischen Phantasien freien Lauf lassen 

konnte. Bilder grotesker Gestalten in unwirklich-traumhaften Umgebungen bestimmten seine Werke in dieser Phase. Gegen Ende der 1980er Jahre, als Resultat seiner Erfolge in Hamburg und Berlin, veränderte er seinen Stil in Richtung eines Purismus der Formen, stark stilisierte Charaktere entwickeln sich zu fadenartigen Gebilden.  1994 erschaffte er unter dem Eindruck apokalyptisch anmutender Ereignisse wie dem Aufkommen von AIDS, Hitzewellen, Kriegen und Hungersnöten drei Werke von jeweils mehr als zwei Quadratmetern und widmet sie den Themen Krieg, Feuer und Seuche ("Ruanda", "Verschmutzung" und "AIDS"). 

José Porta Missé lebt und arbeitet heute in seiner Heimatstadt Barcelona.


Instituto Cervantes
Montag-Freitag 12 - 19 Uhr
Eintritt frei

Eröffnung am Montag, 28. Januar, 19:30 Uhr
Ausstellung vom 29. Januar bis 15. Februar 2013
 

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