Institut Ramon LLull

Fokus Katalonien bei der 7. internationalen Tanzbiennale im kolumbianischen Cali

10/11/2025

Tanzaufführungen aus Katalonien werden auf der Bienal Internacional de Danza de Cali, die dieses Jahr vom 11. bis 17. November stattfindet, besondere Beachtung finden. La Veronal, Aurora Bauzà und Pere Jou, Mal Pelo, Àngels Margarit und das Künstlerkollektiv, das aus der Werkstatt der Kompanie Fira Manresa unter Leitung von Pere Seda hervorgegangen ist, zeigen ihre Werke auf einem der wichtigsten internationalen Events für zeitgenössischen Tanz.




Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2013 hat sich die dieses Jahr zum 7. Mal stattfindende Internationale Tanzbiennale von Cali als eines der wichtigsten Kulturevents in Kolumbien etabliert. An den sechs bisherigen Ausgaben mehr nahmen mehr als 4250 Tänzerinnen und Tänzer aus dem In- und Ausland teil, die 224.000 Zuschauer angezogen haben. Die vom Institut Ramon Llull unterstützten katalanischen Beiträge beinhalten den Auftritt von 5 Kompanien und eine Ausstellung.

La Veronal, eine international renommierte Kompanie, die für ihren multidisziplinären Stil und ihre einzigartige und unverwechselbare Ästhetik bekannt ist, präsentiert Sonoma, das vor 4 Jahren uraufgeführte Werk, das von der Figur Buñuels inspiriert ist und eine Vertiefung des Stücks darstellt, das Regisseur Marcos Morau 2016 für das Ballet de Lorraine mit dem Titel Le Surrealisme au service de la Révolution geschaffen hat. In Sonoma dominiert das Atavistische, mit hypnotischen Bewegungen und einer Ästhetik, die an alte Kulturen und Rituale erinnert.

Mal Pelo bringt sein WerkBach nach Cali. Unter der Gemeinschafts-Regie von Pep Ramis und María Muñoz wird Bach als Studie zu Bewegung, Blick, Rhythmus, Atmung und Präsenz im Zusammenhang mit Musikalität präsentiert. Es handelt sich um eine Auswahl von Präludien und Fugen aus den zwei Teilen der von Johann Sebastian Bach im 18. Jahrhundert komponierten Sammlung Das wohltemperierte Klavier, in denen María Muñoz den Tanz einiger live vorgetragener Präludien mit der Erinnerung an einige im Stillen getanzte Fugen verbindet.

Ebenfalls auf dem Festivalprogramm steht die Koompanie von Aurora Bauzà und Pere Jou, die A BEGINNING #16161D zeigen: ein Stück für 5 Tänzer/Sänger, die mit tragbaren Lichtern ausgestattet sind und die das Publikum beim Atmen, Gehen und Sprechen begleiten kann. Das Stück erforscht die Beziehung zwischen Bewegung, Stimme und Licht. Es trennt den Körper, der singt, vom Körper, der sich bewegt. Die Kompanie von Aurora Bauzà und Pere Jou wurde 2021 mit einer klaren experimentellen und multidisziplinären Philosophie gegründet und kann bereits auf eine breite internationale Erfahrung und herausragende Preise und Anerkennungen verweisen.

Die Choreografin Àngels Margarit, frühere Leiterin des Theaters Mercat de les Flors in Barcelona und eine der wichtigsten und international bekanntesten Figuren des katalanischen Tanzes, wird am katalanischen Fokus teilnehmen und eine Übertragung ihres Stücks Solo per a habitació d’hotel vornehmen. Margarit wird die Choreographie ihres Solos mit Performern aus Cali erarbeiten und durch den Tanz einen transkulturellen Dialog herstellen.

Schließlich wird das aus dem Workshop der Kompanie Fira Manresa hervorgegangene Künstlerkollektiv unter Leitung von Pere Seda, bestehend aus Isaac Ballester, Oriol Macià, Eduard Roca und Sònia Serra, gemeinsam mit der zeitgenössischen Tanzkompanie Incolballet aus Kolumbien unter Leitung des renommierten Choreographen und Tänzers Andrea Bonilla ein Werk aufführen, das die Kulturen beider Länder verbindet. Diese Aufführung entstand im Rahmen einer gemeinsamen Künstlerresidenz zwischen der Fira Mediterrània und der Biennale in Cali, das im Centre de Creació i Arts Vives Graner in Barcelona begann und mit einer ersten Präsentation im Rahmen der Fira Mediterrània fortgesetzt wurde und mit der Präsentation auf der Biennale abgeschlossen wird.

Während der Biennale wird auch die Núria Font gewidmete Retrospektive Ballant amb la càmeragezeigt. Die Videokünstlerin Nuria Font ist eine Schlüsselfigur der jüngeren Tanz-Geschichte in Katalonien: sie hat Videotanzstücke für einige der wichtigsten zeitgenössischen katalanischen Tanzkompanien geschaffen, wie Àngels Margarit/cia Mudances und Mal Pelo, von denen eine Auswahl zu sehen sein wird. Sie war auch Gründerin und Leiterin von Festivals, die Tanz und neue Technologien miteinander verbinden, wie Mostra de Videodansa und das VAD, ein internationales Festival für Video und digitale Kunst.

Die Tanzbiennale Cali bietet ein vielfältiges Programm mit internationaler Beteiligung mit Kompanien aus sieben Gastländern (Frankreich, Mexiko, Brasilien, Schweiz, Deutschland, Spanien und Guadeloupe) sowie einen regionalen Fokus, der den indigenen Völkern Kolumbiens gewidmet ist. Das Programm umfasst zeitgenössischen Tanz, Tradition und interdisziplinäre Kreation, mit 28 Aufführungen, 500 Tänzern und einem umfangreichen Programm an Workshops, Labors und Vorträgen.

Das Institut Ramon Llull, der wichtigste Kooperationspartner des Fokus Katalonien in Cali, ist als öffentliche Einrichtung für die internationale Verbreitung der katalanischen Sprache und Kultur zuständig. Durch Kooperationsvereinbarungen und Förderprogramme knüpft das IRL Netzwerke zu Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen Literatur und Übersetzung, Katalanistik, darstellende Kunst, Film, Musik, bildende Kunst, Design und Architektur.

Die Fira Mediterrània ist eine von dem Kulturministerium der Regionalregierung von Katalonien veranstaltete Messe für regionale Kunst, die jedes Jahr in Manresa stattfindet und an der jeweils mehr als 1000 Fachbesucher teilnehmen. Die Messe fördert Projekte, die es jungen Tänzern und Tänzerinnen ermöglichen, durch den Tanz eine Begegnung zwischen den Kulturen zu erleben

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