Seit 2017 wird das Katalanische Filmwochenende jedes Jahr von Student*innen der Universität Regensburg mit Unterstützung des Institut Ramon Llull organisiert. Neben der Ausstrahlung katalanischer Filme werden verschiedene Debatten, Gespräche und Interviews präsentiert, die jährlich im Rahmen des Projektes entstehen.
Das Katalanische Filmwochenende ist dieses Jahr der Vielfalt in all ihren Formen gewidmet: den verschiedenen Arten zu lieben, zu sprechen und zu leben.
Das diesjährige Programm umfasst:
Eröffnungskonzert mit Remei de Ca la Fresca, am 27. Juni um 22:00 Uhr im Degginger-Saal.
Dieses Jahr werden zwei Filme gezeigt:
- am 4. Juli wird im Kino im Andreasstadel der Dokumentarfilm "Alteritats" von Nora Haddad und Alba Cros gezeigt, der von Katalanisch Student*innen der Universität Regensburg untertitelt wurde.
- am 5. Juli wird der Film "Barcelona, nit d'estiu" von Dani de la Orden vorgeführt.
Darüber hinaus sind auf der Website katalanisches-filmwochenende.de verschiedene Inhalte zum Thema Vielfalt zu finden:
- Ein Interview mit Ràdio Arrels, in dem sie die Geschichte des Projekts und ihre aktuellen Herausforderungen erläutern.
- Eine Ausstellung des Künstlers Martí Roca.
- Ein virtueller Besuch in "La Casa de Carlota", dem ersten Designstudio der Welt, in dem Kreative mit geistiger Behinderung arbeiten.
- Und der Raum Carlota!, ein Raum, der der sprachlichen Vielfalt gewidmet ist.
Sempre dijous ist ein Fim über Júlia Colom. Zwischen Palma und Barcelona - die traditionelle Musik Mallorcas und der urbane Trap sind die zwei Welten der mallorquinischen Sängerin. Neben Aufnahmen aus beiden Welten zeigt der Film die Veröffentlichung ihres ersten Albums. Ein aufregender Moment, voll Ehrgeiz und Unsicherheit, in dem Wunsch und Risiko zusammenlaufen und Ansprüche und Zweifel gegeneinander ankämpfen.
L’Alguer: un pentagrama com un carrer : Alghuero ist eine kleine katalanische Sprachinsel auf der italienischen Insel Sardinien. Doch in den letzten fünfzig Jahren hat die Präsenz der katalanischen Sprache in Alghuero drastisch abgenommen. Die Weitergabe der Sprache von Eltern an ihre Kinder ist beinahe vollkommen verloren gegangen. Es gibt jedoch eine Hoffnung: Die Musik. Die Lieder sind der einzige Bereich in dem die Bewohner*innen Alghueros hauptsächlich Katalanisch nutzen. Kann es die Musik schaffen, den Gebrauch der Sprache wieder zum Leben zu erwecken?
Mit dem Musikprojekt "Mans, manetes", von der Plataforma per la Llengua, wird die Frage von einer Gruppe algarischer Kinder, begleitet von Künstler*innen katalanischsprachiger Gebiete, auf die Probe gestellt.
Die beiden Filme werden am 8. und 9. Juli in der Filmgalerie/Kino im leeren Beutel in Regensburg gezeigt.
Die Protagonistin des Films Sempre dijous - die mallorquinische Sängerin Júlia Colom wird darüber hinaus am 29. Juni 2023 ein Konzert im Degginger in Regensburg geben.
Julia Colom:
Júlia Colom wurde 1997 in Valldemossa (Mallorca) geboren. Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich für Musik und erarbeitete bald ihren eigenen Stil, in dem sie Jazz, mediterrane Musik, amerikanische Boleros, Populärmusik und die mallorquinische Tradition vereint. Ihre Karriere begann schon während ihrer Jugend, wo sie, begleitet von bekannten Musiker*innen, bereits auf ganz Mallorca auftrat. Derzeit lebt sie in Barcelona, wo sie ihre musikalische Ausbildung fortsetzt und ihre eigenen Lieder zum Leben erweckt.
Infos zu weiteren Aktivitäten und Neuigkeiten finden Sie auf dem Youtubekanal und der Webseite des katalanischen Filmwochenendes.



