Institut Ramon LLull

Der katalanische Künstler Marcos Nacar hat sein Projekt «I don't know Carmen» auf der Glogauair in Berlin vorgestellt

Kunst.  Berlin, 24/03/2022

"I don't know Carmen" ist eine künstlerische Recherche, die auf Carmens persönlichem Archiv basiert. Ein Archiv, das der katalanische Künstler Marcos Nacar vor vier Jahren zufällig in einer Straße im Viertel Gràcia fand. Nacar erklärt, dass er im Juni 2018, als er in Barcelona lebte, viele Fotos, Briefe und Postkarten von Carmen fand. Nach dem Tod der Frau hatte jemand ihre Wohnung verwüstet und ihre Unterlagen auf der Straße liegen lassen. Nacar hat sie wiedergefunden und nach Jahren der Arbeit, des Nachdenkens und der Recherche dieses Werk geschaffen, das von einer Welt handelt, die es nicht gibt.




"Ich habe das Internet durchsucht. Seine einzige Spur in der digitalen Welt war ihre Todesanzeige. Sie wird auf einer Website veröffentlicht, die verschiedene Dienstleistungen anbietet, wie z. B. das Löschen der Profile von Verstorbenen in sozialen Netzwerken, rechtliche Unterstützung beim Abschluss von Lebensversicherungen oder Online-Testamenten", erklärt Nacar. Der Rest ihres Archivs ist analog. Das Projekt reflektiert über Erinnerung und das persönliche Archiv als Selbstporträt. Durch Carmens Archiv öffnet sich eine Tür zur Melancholie und zu einer Welt, die es nicht gibt.

Am 21. Dezember wurde der kreative Prozess in GlogauAIR mit einer Installation präsentiert, die eine Fotoausstellung, einen Raum zum Nachdenken über die Themen und eine Projektion umfasste, die die Tür zur Dokumentation des Projekts öffnete. Das Projekt wurde auch von der Akademie der Künste unterstützt und befindet sich noch im Entstehungsprozess, da das endgültige Ziel darin besteht, es in eine Show zu verwandeln, die den Tanz als dokumentarisches Medium untersucht.

Marcos Nacar ist ein Künstler/Tänzer/Schöpfer. Sein Werk besteht aus Tanz, Worten, Installationen, Videos und Interventionen. Er nimmt das Alltägliche als Ausgangspunkt und nutzt physische, schriftliche und visuelle Medien, um Perspektivwechsel zu schaffen. Er spielt mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion und arbeitet daran, die Grenze zwischen beiden zu verwischen. Die Grenze zwischen seinem Leben und seinen Werken verschwimmt immer mehr, was für ihn und vielleicht auch für Sie etwas verwirrend sein kann.

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